Satoko Fujii (jap. ,
Fujii Satoko; * 1958) ist eine japanische Avantgarde-Jazz-Pianistin und -Komponistin.
Fujii begann im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel, erhielt eine klassische Ausbildung und beschäftigte sich dann mit Improvisation und Jazz. 1985 kam sie zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten, studierte am Berklee College of Music in Boston, wo sie 1987 graduierte und nach Japan zurückkehrte. 1993 kam sie erneut in die USA und setzte ihr Studium in
Jazz Performance am New England Conservatory of Music fort, das sie 1996 mit Diplom abschloss.
In zwei Sessions entstand um die Jahreswende 1994/95 ein Duoalbum mit dem Pianisten
Paul Bley (
Something about Water); ab 1997 arbeitete sie vorwiegend in Duo/Trio-Besetzungen und mit größeren Ensembles, so für die Alben
South Wind (1997) und
Jo, bei denen Musiker wie Andy Laster, Tony Malaby, Herb Robertson
Chris Speed,
Jack Walrath mitwirkten. 1998 arbeitete Fujii im Trio mit
Jim Black und
Mark Dresser; 1999 mit dem Violinisten
Mark Feldman; auf dem gemeinsamen Album finden sich neben Duos auch Solo-Stücke von Fujii (
Behind the Notes).
Zwischen 2001 und 2003 arbeitete sie mit Musikern wie Ellery Eskelin, Dave Ballou, Herb Robertson, Joey Sellers an ihrem
Big Band-Projekt
Blueprint, das Anklänge an
Toshiko Akiyoshis Orchester zeigte. Auf ihrem Trioalbum
Illusion Suite von 2003 - erneut mit Mark Dresser und Jim Black - wendete sich Fujii der freien Improvisationsmusik zu; 2004 erweiterte sie die Band mit dem Trompeter Natsuki Tamura zum Quartett (
Live in Japan 2004)
Satoko Fujii lebt mit Natsuki Tamura abwechselnd in Japan und New York City. Sie arbeitete außerdem mit dem Glasgow Improvisers Orchestra, Nate McBride und Jane Wang.